Wussten Sie, wie Cashewnüsse geerntet werden?

Der Anbau von Cashewbäumen findet hauptsächlich in Brasilien, einigen afrikanischen Ländern, wie Mosambik und Tansania, Indien und Thailand statt. Die Früchte des Cashewbaumes bestehen aus einem Cashewapfel und der Cashewnuss. Ein Cashewbaum ist erst ab einem Alter von acht bis zehn Jahren ausgewachsen und kann ab dann volle Ernteerträge liefern. Die ersten Früchte trägt ein Cashewbaum etwa drei Jahre nach der Aussaat. Auf einem Hektar Plantage mit Cashewbäumen lassen sich maximal 9.000 Kilogramm Cashewfrüchte ernten, das ergibt etwa 300 kg Cashewnüsse. Dabei dauert der Erntevorgang mehrere Monate – von Januar bis Mai.

Cashewbäume können bis zu einem Alter von etwa 30 Jahren Früchte bilden, mit Ausnahme des größten Cashewbaums der Welt, der ganz viele Ausläufer gebildet hat und mittlerweile geschätzte 115 Jahre alt ist.

Um die Früchte zu ernten, werden sie traditionell vom Boden aufgesammelt, wenn sie vollständig reif und von selber heruntergefallen sind. Große Plantagen nutzen dabei große Netze, die unter den Bäumen ausgelegt werden. Da das Fruchtfleisch schnell fault, dürfen die Früchte nicht zu lange auf dem Boden liegen bleiben. Deshalb warten einige Cashewbauern den optimalen Reifezeitpunkt nicht ab und pflücken die Früchte unreif vom Baum. Die so auf den Markt gebrachten Nüsse haben dann eine geringere Qualität.

Die geernteten Cashewnüsse werden mit einer kräftigen Drehbewegung aus dem Apfel gelöst. Traditionell beginnt danach der Trocknungsprozess auf Bambusmatten oder Palmblättern in der Sonne, bis der Kern im Inneren ein rasselndes Geräusch macht. Inzwischen wird ein großer Teil der Cashewnüsse bereits mit Hilfe von mechanischen Verfahren unter großer Hitze getrocknet. Im Anschluss an das Trocknen wird die Schale der Cashewnuss geknackt und entfernt.